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 Toscanahalbinsel Gmunden: Vom Prestigeprojekt zum Stillstand – wo bleiben Transparenz und Verantwortung?

Toscanahalbinsel Gmunden: Vom Prestigeprojekt zum Stillstand – wo bleiben Transparenz und Verantwortung?

WIA(r) haben im Gemeinderat nachgefragt & die hohe Gemeindepolitik erlaubt sich 2 Monate Beantwortungszeit!

WIA wollten wissen, wie es nun beim seit Jahren versprochenen Hotelprojekt auf der Toscanahalbinsel weitergeht. Wie ist der Planungsstand, wann kann mit einem Baustart gerechnet werden? und haben diesbezüglich im Gemeinderat am 23.03.2026 zahlreiche Fragen an Bürgermeister Stefan Krapf gestellt. Das Amt nimmt sich nun zwei Monate Zeit, die Fragen zu beantworten.

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Seit Jahren wird der Bevölkerung in Gmunden ein Hotelprojekt auf der Toscanahalbinsel versprochen. Große Ankündigungen, ambitionierte Zeitpläne und wirtschaftliche Hoffnungen prägten die Kommunikation. Heute zeigt sich jedoch ein völlig anderes Bild: Stillstand, Verfall und offene Fragen.

Rodung erfolgt – Projekt bleibt unklar

Bereits im Jahr 2025 wurden rund 6.800 m² Waldfläche gerodet, um unter anderem Parkflächen für das geplante Hotel zu schaffen. Doch während Fakten geschaffen wurden, bleibt die zentrale Frage unbeantwortet:

Wo bleibt das Hotel?

Noch immer ist unklar:

  • er ist der tatsächliche Investor?
  • Gibt es eine gesicherte Finanzierung?
  • Wann erfolgt ein konkreter Baustart?
  • selbst gegenüber Medien wurde der Investor noch nicht genannt

Baubescheid läuft – Zeit wird knapp

Der Baubescheid für das Projekt besteht seit 2021 und wurde bereits verlängert. Aktuell ist er nur mehr bis 2026 gültig.

Damit stellen sich dringende Fragen:

  • Was passiert, wenn dieser erneut ausläuft?
  • Droht ein jahrelanger Leerstand ohne Perspektive?
  • Wurde überhaupt ein realistischer Zeitplan erstellt?

Landschloss Ort verfällt sichtbar

Während politisch vom „wichtigen touristischen Leitprojekt“ gesprochen wird, zeigt sich vor Ort ein besorgniserregendes Bild:

Das denkmalgeschützte Landschloss Ort steht seit Jahren leer und verfällt zunehmend. Berichte sprechen bereits von einem „Schandfleck“, während Regen eindringt und notwendige Sicherungsmaßnahmen ausbleiben.

Gleichzeitig müssen sich die Verantwortlichen mit folgenden Vorwürfe auseinandersetzen:

- fehlender Brandschutz

- mangelnde Instandhaltung

- bewusste Verzögerung zulasten des Denkmalschutzes

Das ist nicht nur fahrlässig – es ist ein massiver Imageschaden für unseren Tourismusstandort.

Darüber hinaus ist die Kommunikation intransparent und unzureichend. Besonders kritisch ist die Informationspolitik rund um das Projekt, denn:

- Der Pachtvertrag ist nicht öffentlich einsehbar

- Projektpläne wurden nur in nicht öffentlichen Sitzungen behandelt

- Es fehlen laufende Updates für Bevölkerung und Gemeinderat

Selbst engagierte Bürgerinitiativen beklagen seit Jahren, dass zentrale Informationen zurückgehalten werden und keinerlei echte Einbindung erfolgt.

Versprechen vs. Realität

Noch vor wenigen Jahren wurde eine Fertigstellung bereits für 2023 in Aussicht gestellt. Heute – Jahre später – gibt es weder Baustart noch Transparenz.

Stattdessen bleibt:

- eine gerodete Fläche

- ein verfallendes Schloss

- eine verunsicherte Bevölkerung

Angesichts dieser Entwicklung braucht es endlich Klarheit:

- Offenlegung aller Projektunterlagen

- (Investorenstruktur, Zeitplan, Finanzierung)

- Transparente Kommunikation durch Stadt und Projektträger

- Regelmäßige öffentliche Updates statt Informationspolitik hinter verschlossenen Türen

- Sofortige Sicherung und Instandhaltung des Landschlosses

- Schutz vor weiterem Verfall muss oberste Priorität haben

- Klare Konsequenzen bei Nichteinhaltung & Rückabwicklung

- Was passiert, wenn der Baubescheid 2026 ausläuft?

- Ehrliche Neubewertung des Projekts

- Ist das Vorhaben in dieser Form überhaupt noch realistisch?

Unser Fazit:

Die Toscanahalbinsel ist eines der sensibelsten und wertvollsten Areale in Oberösterreich. Gerade hier braucht es Verantwortung, Transparenz und Ehrlichkeit.

Was derzeit passiert, ist das Gegenteil:

Ein Prestigeprojekt ohne sichtbaren Fortschritt – und eine Bevölkerung, die im Dunkeln gelassen wird. Die Zeit der Ankündigungen ist vorbei.

Jetzt braucht es Antworten.

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